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Der fremde Passagier. Von Louise Candlish.

So muss ein Thriller sein. Beginnt als Liebesgeschichte und endet als Psychodrama.
Ein Buchcheck von Daniel

Das ist wirklich ein Buch, welches man getrost als «Thriller» bezeichnen kann. Louise Candlish, die britische Erfolgsautorin, kann das auch gut. Sie hat schon einige Bücher geschrieben und gehört – wie andere natürlich auch – «zu den erfolgreichsten britischen Spannungsautorinnen» (Klappentext). «Spannungsautorin» - welch schönes Wort…

Aber ja. Die Geschichte beginnt ganz einfach und könnte auch bei uns im Leben passieren: Wir treffen auf ein Paar, welches neu in der Nachbarschaft ist, essen miteinander und befreunden uns. So einfältig führt uns Louise Candlish in ihre Geschichte ein.

Und dann beginnt sie einige Geschichtsfäden aufzureihen und erzählt jede davon. Natürlich auch die «Hauptgeschichte» die, so will es ein gute Thriller, letztlich überhaupt nicht so ist, wie man es erzählt bekommt. Irgendwann in diesem Buch überkommt die Lesenden das Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt und man seit Beginn des Buches auf eine komplett falsche Fährte geführt worden ist.

«Der fremde Passagier» ist ein Buch – eben ein Thriller – der komplett ohne blutgetränkte Leichen und andere Brutalitäten auskommt. Die Spannung beschränkt sich auf psychologische Spielchen, die man lange nicht durchschaut.

Die Figuren, die Candlish zeichnet, sind sehr realistisch. Die Momente, die sie beschreibt auch. Wir befinden und bei der Lektüre mitten in der Londoner Arbeitswelt und plötzlich ist man zuerst Teil einer kleinen, amourösen Verschwörung die sich zu einem Psychospiel der Extraklasse hochsteigert. Das ist wirkliche Thrillerkunst.

Ich empfehle dieses Buch all jenen, die gerne einen Thriller lesen, der nicht gleich mit Mord und Totschlag beginnt.

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